Social Content King: teures kostenloses Bundle von Cash-Unity
Kein echter King, kein echter Hero.
Eine Werbe-E-Mail verspricht: Hooks, Story-Sequenzen, Content-Pläne, Checklisten - jetzt statt 47 € alles gratis. Aber wirklich gratis wird es nur mit Schönrechnen und Trickserei, wie wir gleich sehen werden.
Das Bundle heißt „Social Content King” und auf der Landingpage ist auch eine Packung mit einem König. Nach der Bestellung liegt die Dankesseite zwar unter der URL content-king-dankesseite, aber sie liefert „Content Hero”. Anderer Name, anderes Produkt. Geblieben sind: generische Canva-Vorlagen (ein paar der Vorlagen setzen übrigens Canva Pro voraus, das kostet separat), aber nicht die beworbenen Hooks und Story-Sequenzen. Der König hat also abgedankt, bevor irgendetwas geliefert wurde.
47 € im Monat Extrakosten, versteckt im FAQ-Bereich
Wer den Funnel weiterklickt, landet bei der „Copy & Paste Gelddruckmaschine” für 97 €. Also die übliche Story von der Gelddruckmaschine. Auf der Verkaufsseite gibt es außerdem einen FAQ- Bereich, und erst dort findet man: „Ja, dieses System ist auf Funnelcockpit ausgelegt, und dieses Tool kostet monatlich 47€.” Plus 1 € im Monat für die Domain.
Die Rechnung für das erste Jahr beläuft sich also auf 97 € einmalig + 564 € Funnelcockpit + 12 € Domain = 673 €. In der Affiliate-Mail war allerdings kein Wort davon, auf der Landingpage auch nicht und im Checkout kommt nur ein allgemeiner Hinweis, dass für Funnelcockpit „weitere Gebühren anfallen” – ohne Betrag.
„Königlicher” Tipp: Canva einfach heldenhaft austricksen
Auf der Dankesseite gibt es einen „Tipp” des Anbieters: Die Canva-Pro-Testversion solle man einfach kurz vor Ablauf kündigen und nach ein paar Tagen neu anmelden – „mehrmals”. So könne man sie dauerhaft kostenlos nutzen. Was aussieht wie ein informeller Hinweis unter der Hand, ist die offizielle Anbieter-Anleitung zur Nutzung seines eigenen Produkts. Und er verstößt gegen Canvas Nutzungsbedingungen. Bei legaler Nutzung entstehen also auch hier wieder Zusatzkosten, die nirgends erwähnt werden.
Fazit
Der Funnel funktioniert wie üblich: kostenloser Einstieg, Produktname klingt besser als der Inhalt, die wirklichen Kosten kommen später und stehen klein geschrieben im FAQ. Neu in diesem Funnel: Der Anbieter empfiehlt seinem eigenen Kunden, die AGB einer Drittplattform systematisch zu umgehen und verpackt das als Service.
Der Mail-Absender (Affiliate) und der Anbieter Cash-Unity teilen dieselbe Geschäftsadresse in einem Briefkasten in einem Coworking in Fellbach. Die Mail war also keine unabhängige Affiliate-Empfehlung, sondern diese „Helden” sind nicht mehr als moderne Don Quichotte und Sancho Panza, die auf einem klapprigen Funnel durch die Welt der KI reiten.
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