Stand: 2.6.2026, Lesezeit ca. 2 min

Was Abmahnungen und Löschforderungen bringen

Ein gutes Zeichen

Seit über 20 Jahren habe ich Gegner, die es gar nicht mögen, wenn ich über sie berichte. Was machen die Gegner dann? Sie gehen zum Anwalt – in der Hoffnung, die Seite löschen zu lassen. Das Internet soll sauber bleiben von unbequemen Wahrheiten, die den Geschäftsbetrieb stören. Wenn ich solche Post bekomme, denke ich: gut, meine Arbeit kommt also an.

Was passiert, wenn ich eine Löschaufforderung bekomme?

Ein Bumerang wird geworfen.
Bild: KI, Prompt: Thomas Meier-Bading

Korrekturwünsche gibt es in zwei Arten:
a) Der sachliche Hinweis: „Da hat sich ein Fehler eingeschlichen.”
b) Anwaltspost mit Abmahnung und Löschforderung.

Auf Typ a) reagiere ich in der Regel wohlwollend, auch wenn die Einwendungen nicht immer Hand und Fuß haben mögen und wenn man es nicht übertreibt.
Auf Typ b) habe ich früher mit harter rechtlicher Prüfung reagiert und dann entschieden: umformulieren, löschen oder negative Feststellungsklage einreichen (das bedeutet: ich klage selbst, um gerichtlich feststellen zu lassen, dass ich im Recht bin).
Inzwischen gehe ich anders damit um: Unbegründete Abmahnungen werden transparent gemacht – und führen zu einem entsprechenden Update des Beitrags.

Zahlen bitte!

Seit Ende April 2026 habe ich 3 Löschforderungen vom Typ b) bekommen. In 2 Fällen habe ich einen Satz berichtigt, in allen 3 Fällen den Beitrag entsprechend aktualisiert.