sales-Funnel bei Online-Coaching-Verträgen
zum Sales-Funnel im Online-Coaching
Ich gehe davon aus, dass jedem Leser an der Stelle der Begriff des „Sales-Funnels” bekannt ist. Wenn nicht, lesen Sie bitte zunächst den Wikipedia-Artikel, bevor Sie hier weiterlesen.
Das Besondere am Sales-Funnel für Online-Coaching ist, dass oftmals nicht der spätere Kursinhalt das Produkt ist, sondern der Kurs selbst ist das Produkt, der Kursteilnehmer ist also der Kunde. Der Anbieter muss daher einen sehr versteckten Weg wählen, damit der Kunde nicht merkt, dass er das eigentliche Ziel der Kampagne ist. Darum wird ein glaubhaftes Ziel dahinter avisiert, nämlich der Kursinhalt: das eröffnete Business, die esoterische nächste Stufe, der Erfolg im EFT-Handel.
Die Phasen
Der Vertragsanbahnung verläuft schleichend.
Phase 1: Vertrauen schaffen
Diese Phase kann viele Monate dauern. Zunächst muss Vertrauen geschaffen werden: eine gut durchgeplante Darstellung
auf Instagram oder TikTok. Immer wieder werden unter teils erheblichem Aufwand
neue Bilder eingestellt. Eine Welt, in die sich die Teilnehmer hineinwünschen:
Unternehmer-Luxus, Autos, Yachten, Schmuck. Eine Reise nach Dubai. Ein
Heli-Rundflug.
„Seht her, was ich alles mit meinem vielen Geld mache!
Ich war mal wie Du: ich sehe aus wie Du und Deine Freunde. Ich habe eine ähnliche
Herkunft, hatte ebenfalls kein Geld. Aber ich habe eine herzzerreißende Geschichte, wie
ich zum Geld gekommen bin."
Phase 2: Vertrauen nutzen
Nun wird der Köder ausgeworfen: „auch für Dich kann meine märchenhafte Geschichte wahr werden. Ich teile gern mit meinen Freunden mein Wissen über den Erfolg. Dazu biete ich einen Online-Kurs an. Du bist ja mein Freund, also sieh schnell nach, vor mir brauchst Du ja keine Angst zu haben. Kostet auch nichts. Ist nur ein kostenloser Videocall, völlig unverbindlich."
Phase 3: Vertrauen ausnutzen
Im Verkaufsgespräch wird der Köder dann angezogen: Hier sitzen die
Verkaufsprofis und überzeugen einen von einem Vertrag. „Ist zwar etwas teuer, aber
deshalb auch gut."
Im Folgenden Coaching wird dann erst einmal viel zum passenden Mindset
gelehrt: man braucht quasi ein Verkaufs-Gen. Diese Phase ist später wichtig, wenn
der Kunde merkt: das Geschäft läuft bei ihm nicht. Dann sucht er nämlich den Fehler
bei sich.
Der Ausgang
Wenn der Kunde feststellt, dass der Vertrag doch zu teuer ist oder ihm nichts bringt, dann kippt die vermeintliche Freundschaft und der Ton plötzlich in ein Auftragsverhältnis. Spätestens an der Stelle sollte man sich selbst rechtlichen Rat einholen. Erfahren Sie, wie man beim Online-Coaching Geld zurück bekommt, wie man solche Verträge beendet und auf welche Warnsignale man achten sollte.
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