10 sales-Funnel bei Online-Coaching-Verträgen
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sales-Funnel bei Online-Coaching-Verträgen

Im Online-Coaching ist der Kurs selbst das Produkt, nicht die im Kurs besprochene Geschäftsidee. Der dreistufige Funnel beginnt mit monatelangem Vertrauensaufbau durch Luxus-Inszenierung auf Social Media, lockt dann mit kostenlosem Erstgespräch und endet beim Verkaufsprofis, die den teuren Vertrag abschließen.

zum Sales-Funnel im Online-Coaching

Schwarm silberner Fische im blauen Meer, der sich von breiter Formation zu enger Spitze hinter einem Leittier verdichtet, Metapher für Sales-Funnel und Kundenführung
Bild: KI, Prompt: Thomas Meier-Bading

Ich gehe davon aus, dass jedem Leser an der Stelle der Begriff des „Sales-Funnels” bekannt ist. Wenn nicht, lesen Sie bitte zunächst den Wikipedia-Artikel, bevor Sie hier weiterlesen.

Das Besondere am Sales-Funnel für Online-Coaching ist, dass oftmals nicht der spätere Kursinhalt das Produkt ist, sondern der Kurs selbst ist das Produkt, der Kursteilnehmer ist also der Kunde. Der Anbieter muss daher einen sehr versteckten Weg wählen, damit der Kunde nicht merkt, dass er das eigentliche Ziel der Kampagne ist. Darum wird ein glaubhaftes Ziel dahinter avisiert, nämlich der Kursinhalt: das eröffnete Business, die esoterische nächste Stufe, der Erfolg im EFT-Handel.

Die Phasen

Der Vertragsanbahnung verläuft schleichend.

Phase 1: Vertrauen schaffen

Diese Phase kann viele Monate dauern. Zunächst muss Vertrauen geschaffen werden: eine gut durchgeplante Darstellung auf Instagram oder TikTok. Immer wieder werden unter teils erheblichem Aufwand neue Bilder eingestellt. Eine Welt, in die sich die Teilnehmer hineinwünschen: Unternehmer-Luxus, Autos, Yachten, Schmuck. Eine Reise nach Dubai. Ein Heli-Rundflug.
„Seht her, was ich alles mit meinem vielen Geld mache! Ich war mal wie Du: ich sehe aus wie Du und Deine Freunde. Ich habe eine ähnliche Herkunft, hatte ebenfalls kein Geld. Aber ich habe eine herzzerreißende Geschichte, wie ich zum Geld gekommen bin."

Phase 2: Vertrauen nutzen

Nun wird der Köder ausgeworfen: „auch für Dich kann meine märchenhafte Geschichte wahr werden. Ich teile gern mit meinen Freunden mein Wissen über den Erfolg. Dazu biete ich einen Online-Kurs an. Du bist ja mein Freund, also sieh schnell nach, vor mir brauchst Du ja keine Angst zu haben. Kostet auch nichts. Ist nur ein kostenloser Videocall, völlig unverbindlich."

Phase 3: Vertrauen ausnutzen

Bild: KI, Prompt: Thomas Meier-Bading

Im Verkaufsgespräch wird der Köder dann angezogen: Hier sitzen die Verkaufsprofis und überzeugen einen von einem Vertrag. „Ist zwar etwas teuer, aber deshalb auch gut."
Im Folgenden Coaching wird dann erst einmal viel zum passenden Mindset gelehrt: man braucht quasi ein Verkaufs-Gen. Diese Phase ist später wichtig, wenn der Kunde merkt: das Geschäft läuft bei ihm nicht. Dann sucht er nämlich den Fehler bei sich.

Der Ausgang

Wenn der Kunde feststellt, dass der Vertrag doch zu teuer ist oder ihm nichts bringt, dann kippt die vermeintliche Freundschaft und der Ton plötzlich in ein Auftragsverhältnis. Spätestens an der Stelle sollte man sich selbst rechtlichen Rat einholen. Erfahren Sie, wie man beim Online-Coaching Geld zurück bekommt, wie man solche Verträge beendet und auf welche Warnsignale man achten sollte.

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