Launchkiste – was steckt da eigentlich drin?
Launchkiste – was genau kauft man da?
Die Launchkiste kostet mindestens 59 Euro netto im Monat (für das Basic-Paket, also den Einstieg), zu kaufen über Digistore24. Dafür bekommt man u.a. PLR-Bundles, KI-Assistenten, Video-Tutorials und den Zugang zu einer Community. Klingt nach einem soliden Einstieg ins digitale Business.
Zur Erklärung: PLR steht eigentlich für „Private Label Rights” – zu Deutsch: Wiederverkaufsrecht mit Umbenennung. Man kauft ein fertiges digitales Produkt, zum Beispiel ein E-Book, darf es verändern, rebranden und unter eigenem Namen verkaufen und die Einnahmen behalten. Man kauft quasi einen Rohling, den man selbst schleifen kann.
Was genau allerdings in der Produktbibliothek steckt, erfährt man vor dem Kauf nicht. Die Darstellung der Screenshots auf der Verkaufsseite ist zu klein zum Lesen, das Werbevideo zeigt kein einziges konkretes Produkt. Man kauft also, bevor man weiß, was man bekommt.
Zu hinterfragen
Was man zunächst kritisch hinterfragen sollte, ist das Einkommensversprechen. Das Werbevideo für den Einstiegskurs „AI Affiliate Traffic Tornado” (37,90 Euro brutto) verspricht passives Einkommen, kaufbereite Leads ohne Werbebudget und ein System, das „während du schläfst” für dich arbeitet.
Ein Beispielkunde namens Mark soll im ersten Monat 6.825 Euro verdient haben – neben seinem Job an der Supermarktkasse. Selbst bei 90% Provision auf ca 37,90 € brutto muss Mark also gut 9 Verkäufe pro Arbeitstag nebenbei gemacht haben. Mir persönlich fällt das schwer zu glauben, zumal das ja nicht gleich an Tag 1 mit 100% losgehen kann.
Und wenn man sich die AGB ansieht, dann zeigt sich: Hier gibt es einen Mindestpreis, ein Verbot der Weitergabe von Bearbeitungsrechten, ein Verbot des Einstellens in andere Plattformen und eine Rebranding-Pflicht. Das ist unterm Strich eher eine Art Lizenz als echtes PLR.
Die angebotenen Programme
Mitglieder können neben dem Rebranding auch die Launchkiste-Produkte über fertige Verkaufsfunnels als Affiliate weiterverkaufen – ohne selbst etwas umzubenennen oder zu erstellen, also quasi den Rohling selbst. Basic-Mitglieder erhalten dann 70%, Pro-Mitglieder 90% Provision.
Wer rechnen kann, nimmt doch das Rebranding, könnte man auf den ersten Blick denken: einmal umlabeln, eigenen Preis setzen, 100% behalten. Das Affiliate-Programm mit 70 oder 90% Provision klingt da irgendwie weniger.
Aber selbst wenn das bei Mark mal geklappt haben sollte, darf man ja folgendes nicht vergessen: Alle Mitglieder haben dieselben Rohlinge, alle rebranden mit denselben KI-Assistenten, alle verkaufen auf Digistore24. Die Ergebnisse dürfte sich also wenig voneinander unterscheiden, und dann hat man einen Preisdruck nach unten. 100% von 27,00 € (Mindestpreis brutto) sind weniger als 90% von 37,90 € - für mehr Arbeit. Das eigene Branding ist also irgendwann gegenüber dem direkten Affiliate der Rohlinge weniger attraktiv. Und wenn das passiert, ist das Abo vor allem eines: eine monatliche Gebühr dafür, dass man etwas verkaufen darf.
Was kann man tun?
Um sein Geld zurück zu verlangen (insbesondere für das Pro-Jahrespaket für 1.188,81 € brutto), wende man sich zunächst an den Verkäufer, und das ist Digistore24 und nicht etwa der Anbieter. Schicken Sie ein Verzugsschreiben (Vorlage) an Digistore und warten Sie die Reaktion ab. Sie werden nicht sofort Geld bekommen, aber immerhin gibt es ab Verzug auch Zinsen und eine einfachere Erstattung der Anwaltskosten.
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