Letztes Update Stand: 25.8.2026, Lesezeit ca. 2 min

Warum der Bonus-Stapel den tatsächlichen Produktwert verschleiert

Der Bonus-Stapel gilt als Verkaufstrick, um Kunden durch scheinbar hohe Zusatzangebote zu überzeugen. Doch die Bepreisung einzelner Boni ist oft unrealistisch, da sie weder Marktpreise widerspiegeln noch Grenzkosten berücksichtigen. Erfahren Sie, wie Anbieter so den Fokus vom eigentlichen Produktpreis ablenken.

Der Bonus-Stapel

Der Bonus-Stapel listet zusätzliche Leistungen auf, jede mit einem eigenen, oft hohen Wert beziffert, die zusammengerechnet ein Vielfaches des eigentlichen Kaufpreises ergeben sollen. Diese Technik soll den wahrgenommenen Gegenwert des Angebots erhöhen und den tatsächlichen Preis im Vergleich klein erscheinen lassen.

Die folgenden Seiten zeigen einen Bonus-Stapel:

(bitte seitlich scrollen)

Problematisch ist dabei vor allem die Bepreisung der einzelnen Boni: Handelt es sich um digitale Zusatzinhalte wie Vorlagen, Aufzeichnungen oder Checklisten, entstehen dem Anbieter bei der Bereitstellung kaum Grenzkosten, während der angegebene „Wert” oft frei gewählt und nicht durch einen eigenständigen Verkaufspreis am Markt belegt ist. Ein Bonus, der nirgendwo separat für den behaupteten Betrag angeboten wird oder werden könnte, ist in seiner Bepreisung kaum überprüfbar. Auch die schiere Anzahl an Boni kann vom eigentlichen Kernangebot ablenken: Statt zu fragen, ob das Hauptprodukt seinen Preis wert ist, richtet sich die Aufmerksamkeit auf die vermeintlich riesige Zusatzleistung.

Diese Technik ist übrigens nicht auf Coaching beschränkt, sondern etwa auch aus TV-Shopping-Formaten bekannt.

Am Ende kann einem aber auch das egal sein: es kommt allein darauf an, ob der verlangte Preis zum gewollten Produkt passt oder nicht.


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