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Was man bei der App-Entwicklung beachten muss

  
Mittwoch, den 29. August 2012 um 17:08 Uhr

juristische Anforderungen an Apps

 

Nachdem ich mich nun im eigenen Interesse mit der Entwicklung einer Smartphone-App beschäftigt habe (Anwalt in Handy), drängen sich dem Juristen Fragen auf, was alles so beachtet werden muss. Kurze Antwort: im Grunde muss man eine App wie eine Internetseite behandeln, mit ein paar Besonderheiten. So handelt es sich fast immer um kommerzielle Angebote (auch wenn "nur" Werbung geschaltet wird) - also brauchen fast alle Apps ein Impressum. Wenn Daten des Nutzers irgendwohin übermittelt werden, benötigt man zudem eine Datenschutzerklärung. Der Teufel steckt aber im Detail:

 

Dienste für Verbraucher und Datenschutz

Wenn man außerdem noch kostenpflichtige Dienste für Verbraucher anbietet, muss u.a. auch eine Widerrufsbelehrung und der neue Button "zahlungspflichtig bestellen" (oder vergleichbar) eingebaut werden. Auf der selben Seite müssen sämtliche Informationen über das Produkt oder die Dienstleistung stehen. Zur Krönung unterscheiden sich die korrekten Widerrufsbelehrungen auch noch voneinander, wenn man ein Produkt verkauft oder wenn man eine Dienstleistung anbietet - diese können Sie z.B. bei mir prüfen lassen.

Bevor man eine vom Nutzer übermittelte Emailadresse mit einer Antwort beglückt, muss man außerdem überprüfen, dass der Nutzer auch wirklich Inhaber der Emailadresse ist und sich nicht etwa vertippt hat. Auf einer Webseite würde man die Emailadresse doppelt abfragen und beide Eingaben vergleichen. Bei einer Handy-App wird man es aber dem Nutzer nicht zumuten wollen, unnötig viele Zeichen in die winzige Tastatur einzutippen. Also muss hier eine Erinnerung an eine Überprüfung und die Kombination mit der ohnehin nötigen Bestätigungs-Email ausreichen - die übrigens so ihre eigenen Anforderungen hat. 

Button juristische App-PrüfungAußerdem muss man bei einer App dafür Sorge tragen, dass der Button "zahlungspflichtig bestellen" nicht versehentlich ausgelöst werden kann, z.B. indem der Nutzer scrollt oder indem er doppelklickt und dabei aus Versehen den danach auf der selben Position angezeigten Bestellbutton erwischt. Das Problem kann z.B. man lösen, indem man den Bestellbutton erst mit einer kleinen Verzögerung einblendet.

 

Prüfung durch Anwalt

Wenn Sie als App-Entwickler juristischen Rat benötigen oder Ihre geplante App überprüfen lassen wollen, melden Sie sich gern bei mir. Ich biete nach erfolgter Umsetzung meiner Ratschläge einen Button an, den Sie in der App platzieren können.

 

 

 

Aktualisiert ( Mittwoch, den 29. August 2012 um 17:20 Uhr )
 
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Rechtsanwalt Thomas Meier
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