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Warnung vor: i-branchenverzeichnis

  
Mittwoch, den 14. Mai 2014 um 18:43 Uhr

i-BranchenverzeichnisMedienverlag Moritz UG verschickt falsches Gelbe-Seiten-Formular

Der nächste Kandidat versucht es mit einem Formular, das dem der Gelben Seiten der Deutschen Telekkom ähnlich sieht.

i-branchenverzeichnis UmschlagVerstärkt wird dieser Eindurck durch die mehrfache Verwendung des Post-Logos, so z.B. beim kostenlosen Rücksende-Freibrief oder im Schreiben selbst, dort heißt es im Adressfeld "Deutsche Post Infopost". Die Rücksendung kann auch an die Faxnummer 08025/9007740 erfolgen. Sehr amtlich sieht auch der Strichcode oben rechts aus. Er beinhaltet aber nur den Code "123400567890".

"Sehr schön gelungen" ist auch die Rückseite des Schreibens: die AGB kommen in nettem Hellgrau auf Weiß daher. Wie beabsichtigt kann man sie kaum entziffern. Ich habe versucht, das im verlinkten Dokument links möglichst originalgetreu darzustellen.

 

Das Kleingedruckte

Wenn man sich den übrigen Text einmal durchliest, stellt man fest, dass man 1176 € netto pro Jahr zahlen soll. Bei der Mindestlaufzeit von 2 Jahren kommen so 2.798,88 € zusammen. Also: überlegen Sie sich gut, ob Sie DAS unterschreiben wollen.


[Update 8.7.2014]: Amtsgericht Charlottenburg Medienverlag MoritzDas Amtsgericht Charlottenburg hat am 16.6.2014 eine einstweilige Verfügung gegen die Medienverlag Moritz UG (haftungsbeschränkt) sowie gegen ihre Geschäftsführerin erlassen, wonach beiden die weitere Zusendung des Formulars an meine Mandantin untersagt wird.

Juristisch bemerkenswert ist diese Entscheidung deshalb, weil die einstweilige Verfügung bereits nach der einmaligen Zusendung des Formulars ergangen ist. Normale Werbung per Post ist zulässig, solange der Werbende nicht hartnäckig trotz ausdrücklichen Widerspruchs weiterhin Postwerbung an den Betroffenen versendet. Aufhänger war hier aber nicht der Weg der Werbung, sondern deren Inhalt, weil der Preishinweis nicht der DL-InfoV entspricht.

 

Zu spät - was tun?

Wenn man schon unterschrieben hat und erst nach Erhalt der Rechnung bemerkt, worum es geht, kann zur Sicherheit ein Schreiben mit einer Anfechtung an die Medienverlag Moritz UG schicken. Schicken Sie keinen Widerruf, sondern eine Anfechtung. Ich halte den "Vertrag" aber auch ohne Anfechtung für unwirksam. Lesen Sie mehr dazu auf der Sonderseite "wie man sich als Gewerbetreibender wehren kann".

Zu zahlen löst das Problem nicht! Der Vertrag geht angeblich über 2 Jahre, Kündigungsfrist: 3 Monate. Zur Haftung des Arbeitnehmers, der das Formular unterschrieben hat, gibt es ebenfalls eine Sonderseite.


 


Lassen Sie sich von Ihren Gegnern nicht verunsichern. Holen Sie sich auf der hotline kostenlosen Hotline oder unter hotline@kanzlei-thomas-meier.de weitere Informationen.





Kommentare 

 
0 #2 Rechtsanwalt Meier-Bading 2014-07-07 08:59
OK, sgaen wir: "einem der Gelben Seiten". "das Schreiben der Gelben Seiten" kenne ich auch nicht.
 
 
0 #1 Kall Meidroppe 2014-07-04 15:46
"... das dem der Gelben Seiten der Deutschen Telekkom ähnlich sieht."

Haha, das bringt ja auf Ideen ...

Von einer Deutschen Telekkom gabs bisher noch gar nix.

Gruß
Kall
 
Aktualisiert ( Dienstag, den 08. Juli 2014 um 15:27 Uhr )
 
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