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Handy-Abzocke: die Maschen

Freitag, den 11. Februar 2011 um 09:24 Uhr

HandySchock auf der Handyrechnung

vermehrt werde ich nach mysteriösen hohen Abbuchungen auf der Handyrechnung gefragt. Als Grund erscheinen dort  unbekannte Firmen mit neumodischen Namen, die häufig im Ausland sitzen und monatlich 30-80 € abbuchen.

 

Massenhaft unerwünschte SMS

Auch wenn man ständig unerwünschte SMS bekommt, ist das ein Zeichen dafür, dass man irgendwo ein Abo hat, ohne es zu wissen. Dann sollte man schnell handeln und bei seinem Telefonanbieter nach angefallenen Kosten fragen und zugleich alle Dienste sperren bzw. kündigen.

 

 


Was steckt dahinter?

Für diese Kosten gibt es ganz verschiedene Maschen:

 

1. die Internet-Abofalle mit Handy-SMS-AboAbbuchung

Bei diversen kostenlos erscheinenden Angeboten im Internet zu gratis-SMS, IQ-Tests,  oder Handyortung soll man im Laufe des Prozesses eine Handynummer angeben, um entweder das Ergebnis dorthin geliefert zu bekommen oder die eigentliche Leistung, wie z.B. eine SMS oder die Handyortung. Im Kleingedruckten steht dann hellgrau auf weiß ein Kostenhinweis.

Da hier jedermann jede beliebige Nummer eingeben  kann, kann man sehr leicht zu solch einem Abo kommen, ohne jemals selbst irgend etwas getan zu haben. Die angebliche "Bestätigungs-SMS" wird entweder nie versandt oder ist so verklausuliert, dass man schnell draufklickt, ohne den Gesamtzusammenhang zu verstehen.

Ein Beispiel sehen Sie rechts (draufklicken zum Vergrößern).

 

2. die Handy-App mit Abo-Werbung

Eine weitere Tendenz ist das Ausnutzen von Handy-Apps, die sich durch Werbung finanzieren. Die Abofallenbetreiber entwickeln dabei nicht die Apps selbst, sondern schalten lediglich Werbung. Wer versehentlich bei der Benutzung seines Handys auf die Werbung klickt, dem wird unterstellt, er wollte mit dem Klick ein Abo abschließen. Hier habe ich ein Beispiel dokumentiert.

 

3. die präparierte Internetseite für den Handy-Browser

Wer mit dem Handy im Internet unterwegs ist, sieht Seiten oft anders als mit dem Computer. Manche Anbieter zeigen den Preishinweis nicht, wenn man sich die Seite auf dem Handy ansieht. Als merkt man nicht, dass es Geld kosten soll. Wenn man sich die selbe Seite später auf dem Computer ansieht, steht der Presihinweis "plötzlich" da. Meiner ansicht nach ist das Betrug, wenn die Manipulation vorsätzlich geschieht.

 

4. die kostenpflichtige Anruf auf einer kostenlosen 0800-Nummer

Das geht so: man wird unter Versprechungen von Gewinnen zum Rückruf auf einer kostenlosen 0800-Nummer verleitet. Man solle irgendwelche Tastenkombinationen drücken. Bisweilen kommt auch eine Bandansage, dass man mit Drücken der Ziffer "9" ein kostenpflichtiges Abo über das anrufende Handy abschließe. Natürlich kommt die Ansage nicht immer...

 

die rechtliche Seite

Ein versehentliches Antippen ist keine Willenserklärung und somit kein Vertrag. Und auch die Angabe einer Handynummer auf einer Internetseite ist kein Vertragsschluss seitens des Anschlussinhabers. Vom Kleingedruckten einmal ganz abgesehen. Dennoch wird munter abgebucht und die Handybetreiber verdienen fleißig mit.

 

was kann man tun?

Zur Frage, wie man da rauskommt und sein Geld zurück bekommt, gibt es eine Sonderseite.

 

 

 

Lassen Sie sich nicht von den Gegnern verunsichern! Lassen Sie sich auf der hotline Hotline oder unter hotline@kanzlei-thomas-meier.de weitere Informationen geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisiert ( Donnerstag, den 15. Januar 2015 um 15:58 Uhr )
 
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Rechtsanwalt Thomas Meier
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