Wie Gruppendruck in Coaching-Gruppen unabhängige Kritik unterdrückt
Die Gruppendynamik
Eine private Facebook- oder Telegram-Gruppe, in der ausschließlich Erfolgsmeldungen, gegenseitige Motivation und positive Rückmeldungen sichtbar sind, erzeugt einen sozialen Raum, in dem Zweifel oder Kritik am Angebot kaum noch Platz finden. Wer in einer Gruppe ist, in der alle anderen scheinbar zufrieden sind, hinterfragt eigene Bedenken eher, als sie offen zu äußern – ein Mechanismus, der aus der Sozialpsychologie als Gruppenkonformität bekannt ist und keineswegs auf Coaching-Communities beschränkt ist.
Kritisch wird der Gruppendruck dort, wo negative Erfahrungen aktiv unterdrückt werden, etwa durch Löschen kritischer Beiträge, Ausschluss zweifelnder Mitglieder oder eine Moderationskultur, die Kritik explizit als „negative Energie” oder „mangelnden Glauben an sich selbst” umdeutet, statt sie inhaltlich zuzulassen.
Auch der gezielte Aufbau einer Wir-gegen-die-Außenwelt-Erzählung, in der Kritiker von außen als neidisch oder uninformiert dargestellt werden, verstärkt die soziale Isolation von der eigenen unabhängigen Meinungsbildung. Ein Hinweis auf problematischen Gruppendruck ist, wenn in einer Community praktisch keine kritischen oder differenzierten Wortmeldungen zu finden sind, obwohl das bei einer größeren, echten Nutzerbasis statistisch zu erwarten wäre.
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- Keine Unterlagen? Kein Problem, manchmal habe ich schon ähnliche.
- Sie sind nicht der oder die Erste mit einem Coaching-Fall.