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Warnung: VHG e.K.

  
Montag, den 30. Juni 2014 um 15:48 Uhr

Offertenschwindler warnt vor sich selbst: Verwaltung für Handel & Gewerberegister

 

VHG e.K. HRA 30381Die Masche gibt es ja nun seit Längerem: nach einer Änderung oder Neueintragung im Handelsregister kommen eine ganze Reihe Rechnungen, die angeblich für das Handelregister sind, aber am Ende nur einen Vertrag für irgend ein unbekanntes Verzeichnis abschließen sollen.

Heute kam mir ein besonders perfides Exemplar unter die Finger. Darin steht ein inhaltlich durchaus richtiger Hinweis: "In letzter Zeit versuchen mehrfach private Anbieter mit amtlich aussehenden Rechnungen Kosten für eine Eintragung in ein privates Register oder eine Datei zu erlangen". Fettgedruckt heißt es aber weiter: "Es wird daher eindringlich darauf hingewiesen, dass Abrechnungen des Registergerichts für Handelsregistereintragungen und deren Veröffentlichungen über uns erfolgen". Das erweist sich allerdings nicht als richtig: erst im Kleingedurckten unter dem Endpreis wird dann deutlich, dass man mit der Zahlung einen Neuvertrag gehen soll (Klick auf Grafik für größere Version). Meines Erachtens wird hier ein Betrugsvorsatz deutlich.

 

Unter dem VHG e.K., an den die Zahlung erfolgen soll, verbirgt sich übrigens laut Handelsregister ein gewisser Marcel M., geboren im Jahre 1990. 

 

Merke: ein Amt nimmt keine Mehrwertsteuer!

 

[Update 8.1.2015]: mir wird ein sehr ähnliches Schreiben zugesandt, Begünstigter ist aber hier ein VHG VerwaltungsE.K., eingetragen erst am 19.11.2014 am AG Charlottenburg zur HRA 50222 B. Dahinter verbirgt sich ein Hewad G. Auch eine andere Bankverbindung ist angegeben: IBAN DE85100100100850751102. Auf der Webseite vhg-media.de erscheint der selbe Name.

 

[Update 12.3.2015]: Meldung der Staatsanwaltschaft Stuttgart im Bundesanzeiger:

190 AR RVA 46/15, 134 Js 71196/14

In einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Hewad Gulzad, wegen Betruges konnte aufgrund des Beschlagnahmebeschlusses des Amtsgericht Stuttgart vom 11.02.2015 (Aktenzeichen 28 Gs 1343/15) ein Konto bei der Deutschen Postbank AG, 45128 Essen, gepfändet werden.

Der Beschuldigte steht im Verdacht, ab dem 28.11.2014 durch betrügerische Anschreiben an Firmen und Unternehmen unter seiner „kaufmännischen“ Firma „VHG e.K.“ den Anschein vermittelt zu haben, dass für eine Handelsregistereintragung im Auftrag des jeweiligen Registergerichts Gebühren in Höhe von 547,40 €, resp. 553,35 € oder anderen ähnlich hohen Beträgen für die entsprechende Eintragung im Handelsregister zu zahlen seien. Lediglich im äußerst schlecht lesbaren Kleingedruckten wurde mitgeteilt, dass es sich bei dem Schreiben bloß um ein Angebot, verschleiernd mit dem mittlerweile ungebräuchlichen Fremdwort „Offerte“ bezeichnet, über nicht näher bezeichnete Leistungen handelt.

Geschädigte, die Schreiben der Firma „VHG e.K.“ erhalten haben und daraufhin Zahlungen an ein in den Schreiben genanntes Konto bei der Deutschen Postbank AG geleistet haben, mögen sich bitte mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Neckarstr. 145, 70190 Stuttgart, zum Aktenzeichen 134 Js 71196/14, 190 AR RVA 46/15 schriftlich in Verbindung setzen.

 

Was kann man tun?

Wenn Sie bereits gezahlt haben, können Sie das Geld von VHG e.K. zurück fordern, notfalls in einem Rechtsstreit. Zur Absicherung ist eine Anfechtung das Mittel der Wahl. Diese richten Sie per Einschreiben an VHG e.K., Köln, Im Zollhafen 18, 50678 Köln. Setzen Sie eine Frist von 7 Tagen zur Rückzahlung des gezahlten Betrages (Enddatum der Frist ausrechnen, nicht "7 Tage" schreiben!) und schalten Sie bei Nichtreaktion einen Anwalt ein.

 

 

Lassen Sie sich nicht von den Gegnern verunsichern! Lassen Sie sich auf der hotline kostenlosen Hotline oder unter hotline@kanzlei-thomas-meier.de weitere Informationen geben.





Kommentare 

 
0 #11 Rechtsanwalt Meier-Bading 2015-10-06 08:18
Es gibt 2 VHG e.K. Bei dem einen scheint es wohl tatsächlich was zu geben, und zwar bei VHG Verwaltungs E.K.. Ein Brief an die Staatsanwaltsch aft mit dem Zahlungsbeleg ist ja nun auch kein so wahnsinnig großer Aufwand.
 
 
0 #10 Homburg 2015-10-05 19:56
Meine Mitarbeiterin hat versehentlich 796 überwiesen. Hat jemand Erfahrung ob man da wirklich was zurückbekommt? Andernfalls kostet es mich noch mehr Zeit und Geld.

VG, Dieter Homburg
 
 
0 #9 Rechtsanwalt Meier-Bading 2015-08-24 16:08
Später zahlen??? Gar nicht, will ich doch hoffen.
 
 
0 #8 D.Milanovic 2015-08-24 15:52
habe auch zwei verschiedene Rechnungen bekommen
1.Handelsregieste rbekanntmachung en HRB Westendstr.19 in Frankfurt HRB Tailor GmbH 796,00€ inkl. MwSt. 2.Verwaltung Handel & Gewerbe Abkürzung VHG 485,52€ inkl. MwSt.
habe nicht bezahlt wenn mann im netz sucht ist eine davon im Textil-handel/Tailor kann mann was tun ?sogar kontakt angegeben [gekürzt] mein mitarbeiter hat den angeschrieben das wir später zahlen Vielen Dank die seite hat mir geholfen
 
 
0 #7 Unglaublich 2015-08-11 16:34
Heute kamen gleich 2 solcher Briefe. Beide mit MwSt. Einmal VHG, Sybelstraße 50, 10629 Berlin und HRB, Westendstraße 19, 60325 Frankfurt. War stutzig da keine weiteren Angaben auf dem Briefkopf enthalten waren. Habe anschließend im Internet recherchiert und bin hier gelandet. Landet gleich im Müll der *********.
 
 
0 #6 Herbst N. 2015-03-06 23:00
Wahnsinn... rechnerisch keine schlechte Masche... wenn nur 1er von 100 zahlt... habe heute insgesamt DREI solcher Briefe bekommen... Darunter auch von ZGR und HRD... bin gespannt wie viele davon in den nächsten Tagen noch eintrudeln. Danke GOOGLE! :-)
 
 
0 #5 I. Albright 2015-03-02 14:14
Bei uns kamen heute sogar zwei verschiedene Briefe ins Haus geflattert. einmal von der VHG, auch mit dem Hinweis auf Gaunerei und einmal von HGV. Die versuchen wirklich mit allen Mitteln und Wegen einem das hart erarbeitete Geld aus der Tasche zu ziehen...unglaublich!!!
 
 
0 #4 André Mineur 2015-02-09 10:25
Heute habe ich auch Post von der VHG bekommen und kann einfach nicht glauben, dass die so agieren und dabei straffrei bleiben. Danke für Ihre Info. Noch eine Hinweis: die Betragsangaben sind auffallend, es wird mit zwei kommatrennungen gearbeitet ( z.B.123,45,--).
Danke nochmal André Mineur
 
 
+1 #3 Joachim Kritz 2015-01-26 17:09
Ich habe bei einer Neueintragung KG bis jetzt innerhalb 4 Tagen sage und schreibe
5 !!!!! verschiedene Rechnungen bekommen.
Die oben beschriebene übertrifft aber an Dreistigkeit alles. Das grenzt ja an *********
J. Kritz
 
 
+1 #2 J. Kubiak 2015-01-26 09:17
Heute kam auch bei mir so ein Teil an. Zum Glück kenne ich ähnliche Firmen und ähnliche Vorgehensweise. Daher keine Gefahr dass ich da was zahle. Aber wegen der Dreistigkeit werde ich mich noch erkundigen, ob hier nicht eine Anzeige wegen versuchtem ********* gemacht werden kann.
 
Aktualisiert ( Donnerstag, den 12. März 2015 um 11:46 Uhr )
 
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