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Welche Arbeiten darf der Chef verlangen?

Zum Weisungsrecht des Arbeitgebers

Wozu eine Stellenbeschreibung?

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Möchte der Chef einem Mitarbeiter dauerhaft andere Arbeiten zuweisen als im Arbietsvertrag festgelegt sind - z.B. ihn in eine andere Abteilung versetzen - so muss der Mitarbeiter das nicht mitmachen. Die Stellenbeschreibung im Arbeitsvertrag ist grudsätzlich bindend. Möchte der Chef also was anderes, dann geht das nur über eine Änderungskündigung mit den Gefahren einer Kündigungsschutzklage.

Dagegen hilft auch keine Allgemeinklausel in einem Arbeitsvertrag, nach der es dem AG freisteht, die Stellenbeschreibung je nach Erforderlichkeit zu ändern. Damit könnte er dem AN beliebige Tätigkeiten zuweisen, die nicht seiner Qualifikation entsprechen. Eine solche Klausel ist unwirksam, weil damit die gesetzlichen Regelungen zum Kündigungsschutz umgangen werden.

Daher sollte schon in der Stellenbeschreibung so klar wie möglich ausgeführt werden, welche Tätigkeiten der Mitarbeiter schuldet.

mehr zum Weisungsrecht des Arbeitgebers

Dem Weisungsrecht des AG gehen der Arbeitsvertrag, die Gesetze, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen vor. Selbst die Stellenausschreibung kann hier einschränkend wirken, darum sollte man sich diese schon bei der Bewerbung speichern.

Auch durch Zeitablauf kann das Weisungsrecht des AG unter Umständen eingeschränkt werden, man sagt dazu: das Arbeitsverhältnis konkretisiert sich. Hier sind aber die Umstände des Einzelfalls entscheidend. Keineswegs tritt eine automatische Beschränkung des Weisungsrechts ein, wenn X Jahre gearbeitet wurde. Das sollte besser ein Fachmann für jeden Einzelfall einschätzen.

In außergewöhnlichen Notfällen hat der AN wegen seiner Treuepflicht gegenüber dem AG auch solchen Arbeiten zu erledigen, die eigentlich nicht in seinen Tätigkeitsbereich fallen. Es muss sich hierbei um einen unvorhersehbaren, durch rechtzeitige Personalplanung nicht behebbaren Engpass handeln. Z.B.: der Putzdienst ist krank und das Ladengeschäft muss gewischt werden - hier muss dann eben notfalls auch mal der Abteilungsleiter einspringen.


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