Fragen zum Auftrag

Antworten auf Fragen zur Abwicklung und Mandatierung, die mir oft gestellt werden.

Genereller Ablauf eines Auftrags:

(Diesen Abschnitt schreibe ich hier hin, weil ich muss. Wenn Sie das als selbstverständlich oder unsinnig empfinden, kann ich das nachvollziehen. Zu den Hintergründen lesen Sie mal spaßeshalber Art. 246 EGBGB.)

Wenn Sie mich beauftragen, so erfolgt dies in geschäftlicher Weise. Sie können mich per Email, Fax oder Brief auf Deutsch oder auf Englisch beauftragen. Adressen hier. Sie erhalten sodann eine Eingangsnachricht per Email auf Deutsch. Das jeweilige Angebot wird nach Vertragsschluss hier nicht gespeichert. Sie können es speichern, indem Sie die entsprechende Internetseite mit Hilfe Ihres Browsers abspeichern. Diese enthält auch die wesentlichen Merkmale der angebotenen Dienstleistung und ggf. den Preis. Sofern der Preis nicht angegeben ist, richtet er sich nach individueller Absprache oder nach den Regelungen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG). Die Bezahlung erfolgt per Überweisung auf Rechnung oder auf Wunsch per PayPal. Da der Auftrag ausschließlich durch individuelle Kommunikation erfolgt, werden keine Möglichkeiten zur Vermeidung von Eingabefehlern bereit gehalten.

Frage: “Ich kann mir keinen Anwalt leisten - wie geht das mit der Beratungshilfe?”

Vorab: wenn Sie in Hamburg, Bremen oder Bremerhaven wohnen, kann ich leider nicht auf Beratungshilfe tätig werden. In Hamburg gibt es die öffentliche Rechtsauskunft, in Bremen und Bremerhaven die Arbeiterkammer. Auch in anderen EU-Ländern gibt es ähnliche Möglichkeiten (z.B. in Spanien). In Österreich und der Schweiz gibt es meines Wissens nach keine Institute, die die Tätigkeit von Anwälten bei geringem Einkommen finanzieren. Ich biete die Abrechnung über die Beratungshilfe aber ohnehin nur für Deutschland an, und das geht wie folgt:

Schritt 1: Sie gehen zu Ihrem Amtsgericht (Adresse und Öffnungszeiten finden Sie hier), dort zur Rechtsantragsstelle. Beantragen Sie einen “Berechtigungsschein für Beratungshilfe”. Dazu müssen Sie ein Formular ausfüllen, das können Sie sich vorher schon einmal bei mir herunterladen und ausdrucken. Sie benötigen dafür in der Regel (am besten vorher beim Gericht anrufen):

  • Nachweis über Ihr Einkommen: ALG-II- / Bafög- / Rentenbescheid bzw. Lohnabrechnung oder sonstige Nachweise
  • Nachweise über Ihre Ausgaben (außer: Hartz IV / Sozialhilfe: hier genügt der Bescheid vom JobCenter/ARGE/Sozialamt)
  • Schreiben der Gegenseite und Ihre Einwendungen

Sie erhalten in der Regel sofort einen unterstempelten Schein vom Gericht. Wenn nicht, lassen Sie sich die Ablehnung bitte schriftlich geben.

Schritt 2: Sie senden mir diesen Schein per Post ein, dazu legen Sie bei:

  • Ihre Anschrift, Emailadresse und Telefonnummer
  • die Rechnungen/Mahnungen der Gegenseite. Hier bietet sich der “Weiterleiten”-Knopf in Ihrem Email-Programm an. Es ist nicht nötig, die Emails erst auszudrucken und dann wieder einzuscannen - man kann sie weiterleiten. Echte Briefe können Sie scannen oder mit einer Digitalkamera abfotografieren. Wenn Sie es gleich mit dem Breif schicken wollen: schicken Sie mir bitte möglichst nur Kopien - außer den Berechtigungsschein, den brauche ich im Original.
  • Ihre Einwendungen, die Sie bereits an die Gegenseite geschickt haben

Ich darf auf Ihren einen Eigenanteil von 15 € verzichten, was ich grundsätzlich tue. Ich werde ihn mir nicht einklagen. Wenn Sie ihn zahlen wollen (z.B. weil Sie so zufrieden waren), tun Sie das gern nach Abschluss der Sache.